Strategiebericht zum 2. Quartal 2026 unserer Vermögensverwaltungsstrategie wealthframe

Allgemein:

Die Märkte haben sich im letzten Quartal deutlich positiv entwickelt und konnten teilweise sogar zweistellig zulegen. Dabei hat der Tech-Sektor die größten Zuwächse generiert und neue Höchststände erreicht. Viele andere Marktsegmente konnten ebenfalls neue Höchststände erreichen, aber die Märkte steigen nicht einfach „blind“ weiter.

Der Markt selektiert immer stärker zwischen KI-Gewinnern und KI-Verlierern. Wer das am Ende sein wird, kann man aus heutiger Sicht noch nicht sagen. Viele Umwälzungen werden erst in den nächsten Jahren passieren und auch betroffene Unternehmen werden sich anpassen, um weiter relevant zu bleiben. Gleichzeitig gehen die technischen Entwicklungen in unterschiedliche Richtungen, da der Stromverbrauch durch die künstliche Intelligenz sprunghaft ansteigt und den Beteiligten klar ist, dass die verschiedenen Ansätze optimiert werden müssen, damit ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell entstehen kann. Schließlich sollen sich die immens hohen Investitionskosten nicht nur wieder einspielen sondern „phantastische“ Profite abwerfen.

Durch die Friedensbemühungen im Iran-Krieg keimte zusätzlich Optimismus an den Börsen und der Frieden wurde schon eingepreist. Seitdem kam es immer wieder zu vereinzelten Gefechten, ohne dass die Lage wieder komplett eskalierte. Allerdings waren die Rohstoffpreise immer sofort betroffen und reagierten dementsprechend deutlich.

Das 2. Quartal war somit mit einem an der Börse wirtschaftlichen Aufschwung verbunden während die Realwirtschaft weiter unter den Folgen des Krieges litt. Gestörte Lieferketten, höhere Transportkosten, höhere Versicherungsprämien, eingeschränkte Verfügbarkeit von Produkten sind nur einige der aufgetretenen Folgen.

Strategiebericht zu wealthframe – classic

Die Strategie konnte im letzten Quartal deutlich zulegen und ist insgesamt um 17,54 % gestiegen. Dadurch konnten wir mehrere neue Allzeit-Hochs erreichen und stiegen sogar deutlicher als der Markt. Dies haben wir durch die Fokussierung auf sehr ertragreiche Aktien erreicht und dies bei einer gleichzeitig hohen Sicherheit. Im Laufe des Quartals haben wir sukzessive die Aktienquote reduziert und die Rentenseite erhöht. Dadurch haben wir erreichte Gewinne gesichert und gleichzeitig die Strategie etwas konservativer aufgestellt. Unsere Absicherungen wurden etwas nachgezogen und damit das Risiko in der Strategie gesenkt.

Strategiebericht zu wealthframe – risk on

Unsere offensivere Strategie konnte im letzten Quartal um 20,82 % zulegen und erreichte mehrere neue Allzeit-Hochs. Auch hier haben wir im Laufe des Quartals die Aktienquote gesenkt. So wurden Aktien aus Europa deutlich reduziert, ebenso wie der Tech-Bereich. Dafür wurden alternative Anlagen und der Rentenanteil höher gewichtet. Die Absicherungen wurden auch hier nachgezogen und somit etwas Risiko aus der Strategie genommen.

Marktbericht – Gastbeitrag von Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Netfonds AG

Krisen hin oder her, Aktien reüssieren, Öl, Gold, Silber und Bitcoin schwach

Das 2. Quartal 2026 zeichnete sich durch einen unterschwelligen Optimismus an den Finanzmärkten aus. Er unterstellt, dass die stark belastenden Folgen des Irankriegs in den Sektoren Energie, Ernährung (Dünger) und Industrie (u.a. Helium, Aluminium) nur temporäre Phänomene sein werden. Messbar war diese Haltung daran, dass belastende Nachrichtenlagen ob des Irankriegs nur kurzfristig Wirkung zeigten, positive Meldungen jedoch nachhaltiger diskontiert wurden. Die Eskalation des Ukrainekriegs im Laufe des 2. Quartals 2026 fand keine nennenswerte Bewertung.

In diesem Umfeld ergab sich eine im Verlauf zunehmende und solide Risikobereitschaft an den Finanzmärkten. Sie wurde insbesondere flankiert von fallenden Ölpreisen. Stand die Ölsorte Brent noch zu Beginn des Quartals bei 101 USD pro Fass, stellte sich im Verlauf unter Schwankungen ein Rückgang auf rund 73 USD zum Abschluss des Quartals ein. Zum Ende des Quartals bewegten sich die Ölpreise unterhalb des Niveaus vor dem Beginn des Irankriegs (Ölsorte Brent 77 USD am 28. Februar 2026).

Das Bild zeigt die Entwicklung des Brent-Ölpreis ab Januar 2026 an

© Reuters

Entsprechend nahmen die Inflationssorgen im Verlauf des Quartals ab. Zinserhöhungs- als auch Inflationserwartungen, beispielsweise im Rahmen der EZB-Umfrage, waren nach Anstiegen zuvor rückläufig. In dem Kontext gaben Wirtschaftssorgen nach. Aufkeimende Konjunkturzuversicht bestimmte das Bild im Verlauf des Quartals.

Aktienmärkte ex Honkong legten zu. So stieg der MSCI World im Quartalsvergleich um mehr als 13 %. Die Amplituden der Anstiege variierten stark. Der japanische Aktienmarkt brachte es auf mehr als 37 %, der indische Markt konnte nur gut 6 % zulegen, wogegen Hongkongs Hangseng Index um mehr als 7 % nachgab. Die unterschiedlichen Amplituden reflektieren in Teilen die vor Ort getroffenen Wirtschaftsstrukturmaßnahmen. Dabei spielt die Fragestellung, welche Region oder welches Land an der 4. Industriellen Revolution partizipiert, mindestens unterschwellig eine Rolle.

Nicht korrelierte Anlageklassen verloren im Verlauf des Monats signifikant an Boden, allen voran Silber gefolgt von Gold und Bitcoin. Die Anleihemärkte waren überwiegend leicht entspannt. Davon losgelöst bewegen sich die Renditen weiter auf hohen und systemisch riskanten Niveaus.

Der World Economic Outlook des IWF, der in der ersten Hälfte April veröffentlicht wurde, stand unter dem frischen Eindruck des Irankriegs. Dennoch waren die negativen Anpassungen ob des globalen Wachstums überschaubar. Die Erhöhung des Welt-BIP Prognose per Januar 2026 von 3,1 % auf 3,3 % wurde zurückgenommen. Ergo liegt die Prognose wieder bei 3,1 %. Die Prognose für die Industrienationen wurde seitens des IWF bei 1,8 % beibehalten, dagegen wurde die Prognose für den Globalen Süden von 4,2 % auf 3,9 % reduziert, da dort die energetische Abhängigkeit von den Golfstaaten und damit den Folgen des Irankriegs ausgeprägter ist. Die Prognose der USA wurde um 0,1 % auf 2,3 % reduziert, die der Eurozone um 0,2 % auf 1,1 % und die Deutschlands um 0,3 % auf 0,8 %.

Unter Zugrundelegung der aktuellen Einkaufsmanagerindices (Sentiment-Indikatoren, Frühindikatoren, Scheidewert zwischen Wachstum und Kontraktion 50 Punkte) als Bewertungsmaßstab ergibt sich in der westlichen Welt zum Ende des 2. Quartals 2026 ein heterogenes Gesamtbild. Japan führt mit 52,5 Punkten im gesamtwirtschaftlichen Zuschnitt (Composite Index, vorläufige Werte per Juni) bezüglich der westlichen Industrienationen oder Industrieregionen, gefolgt von den USA mit 52,2 Zählern. Anders sieht es in Europa aus. Der Index der Eurozone impliziert mit 49,5 Punkten Kontraktion der Wirtschaftsleistung, gleiches gilt für das UK mit 49,4 Zählern. Deutschland mit 48,0 Punkten als auch Frankreich mit 47,6 Zählern stehen unter noch stärkerem Druck.  Unter den bedeutenden Wirtschaftsnationen der Welt rangiert Indien weiter auf dem ersten Rang mit 57,4 Punkten. Chinas Composite Index stellte sich auf 50,6 Zähler.

Die Inflationsentwicklungen lieferten im 2. Quartal 2026 in den ersten zwei Monaten zum Teil deutliche Anstiege. Das galt stärker für die Erzeugerpreise als die Verbraucherpreise. Mit der Entspannung bei den Ölpreisen um circa 29 % (Brent) stellte sich dann weit überwiegend per Juni ein milderes Preisklima ein. Bei den Erdgaspreisen ergab sich in Europa ein Rückgang (TTF) um circa 14 % im Quartalsvergleich, in den USA dagegen ein Anstieg um rund 10 %.

Bei Industriemetallen stellte sich ein uneinheitliches Bild der Preisentwicklungen ein. Während Kupferpreise im Quartalsvergleich auf USD-Basis um rund 8 % zulegten, kam es bei Nickel zu einem Rückgang auf USD-Basis um gut 4 %. Bei Aluminium (energieintensive Produktion) kam es auf USD-Basis zu einem Minus in Höhe von circa 11 %.

Das Bild bei Verbraucherpreisen ist unvollständig, da überwiegend Daten für Juni nicht verfügbar sind. Die Daten der Eurozone und Deutschlands per Juni wiesen in Richtung Entspannung im Einklang mit rückläufigen Energiepreisen. Der Rückgang in der Eurozone fiel stärker als erwartet aus. Gleiches gilt für Deutschland.

LänderAktuell verfügbarer WertMonat März 2026
USA:
Verbraucherpreise (J)
Erzeugerpreise (J)
4,2 % (Mai)
6,5% (Mai)
3,3 %
4,0 %
Eurozone:
Verbraucherpreise (J)
Erzeugerpreise (J)
2,8 % (Juni Erstschätzung)
4,9 % April
2,6 %
2,1 %
Deutschland:
Verbraucherpreise (J)
Erzeugerpreise (J)
2,4 % (Juni Erstschätzung)
2,2 % (Mai)
2,8 %
-0,2 %
UK:
Verbraucherpreise (J)
Erzeugerpreise (J)
2,8 % (Mai)
8,7 % (Mai)
3,3 %
5,4 %
China:
Verbraucherpreise (J)
Erzeugerpreise (J)
1,2 % (Mai)
3,9 % (Mai)
1,0 %
0,5 %
Tabelle 1: Entwicklung der Verbraucher- und Erzeugerpreise

Das 2. Quartal 2026 war bezüglich der Zentralbankpolitik von unterschiedlichen Aktivitäten geprägt. Im Verlauf des Quartals wurden die Märkte auf eine Zinserhöhung seitens der EZB vorbereitet, die dann auch mit einer Erhöhung um 0,25 % im Juni geliefert wurde. Der Anlagezins liegt nun bei 2,25 %. Ebenso wurde der Leitzins in Japan im Juni erwartungsgemäß um 0,25 % auf jetzt 1,00 % erhöht. Dagegen nahmen die Bank of England (Leitzins 3,75 %) als auch die Federal Reserve (Fed Funds Zielrate 3,50 % – 3,75 %) zunächst eine abwartende Haltung ein. Der neue Fed-Chef Warsh setzte unerwartete Akzente, indem er die „Forward Guidance“ (= „Vollkaskoversicherung“ für Marktteilnehmer) einstellte und sich unerwartet stärker der Stabilitätspolitik verpflichtet sieht.

Fazit: Die Weltwirtschaft verlor im Zuge des Irankriegs leicht an Dynamik, messbar an den Einkaufsmanagerindices für die Gesamtwirtschaft. Die Schwäche ist insbesondere in Europa messbar. Japan, China und die USA heben sich positiv ab.

Das Thema 4. Industrielle Revolution (KI, Robotik) kommt immer stärker in den Fokus. Japan kündigte ein 2,3 Billionen schweres Investitionsprogramm bis 2040 an. Südkorea stellte ein 570 Mrd. USD-Programm auf. Die USA sind bei dem Aufbau dieses Sektors dominant. Gleiches gilt für China. Europa fällt ob des Wettbewerbs um Zukunftsfähigkeit wegen verfehlter Energiepolitik und mangelnder Interessenorientiertheit deutlich zurück.

Die Konjunkturverläufe zwischen den Wirtschaftsräumen des Westens und des Globalen Südens blieben und bleiben losgelöst von den aktuellen Krisenherden grundsätzlich pro Globalem Süden ausgerichtet.

Weiter gilt: Während sich der „Globale Süden“ untereinander fortgesetzt globalisiert und organisiert, Effizienzen erhöht und Wachstumspotentiale generiert, läuft der „Westen“, allen voran Europa, das Risiko durch Abgrenzungspolitik und zusätzlich durch die Akzeptanz des „US-Zolldiktats“ und Verweigerung überfälliger Reformen unterproportional zu wachsen. Das bis Mai 2026 verschärfte Inflationsbild weicht einem Szenario verminderter Preisanstiege. Das Thema Zinssenkungsszenarien ist ob der Unsicherheiten zunächst tabu. 

Die Perspektive: Geopolitische Risiken bleiben markant, Märkte zu zuversichtlich?

Die von den USA ausgehenden Friedensinitiativen im Irankrieg sind in einem historischen Kontext bemerkenswert, insbesondere weil die USA und Israel den Irankrieg vom Zaun brachen. Dieses unübliche US-Verhalten bewertet der Markt bisher positiv und setzt darauf, dass die US-Bemühungen pro Frieden fruchten werden.

Das Bild ist jedoch komplex, da auch andere Länder signifikante Interessen haben. So verfolgt der Iran ambitionierte Ziele ob der Freistellung von Sanktionen, Reparationen und die Kontrolle über die Straße von Hormus als auch ob des Status des Libanon. Die Interessen des Iran sind kaum kompatibel mit den Interessen der USA. Zusätzlich ist Israel nicht willens, den USA in der Frage des Libanon Folge zu leisten und ist bereit, solitär Konflikte fortzuführen. Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass die Zuversicht der Märkte bezüglich eines nahenden Endes des Irankriegs Gründe hat, aber sich die Zuversicht dennoch auf dünnem Eis bewegt.

Auch die Ignoranz der Märkte gegenüber der militärischen Eskalation im Ukrainekrieg ist auffällig, denn das Risiko einer Ausweitung des Militärkonflikts auf weitere Länder hat im 2. Quartal 2026 deutlich zugenommen. Ein breiteres Kriegsszenario in Europa ist nicht mehr auszuschließen.

Weitere von den USA ausgehende Turbulenzen sind im Rahmen der gewollten Disruption zur Neugestaltung des Welt-Organigramms zu Gunsten von US-Interessen latent möglich. So drohte Trump Ende Juni der EU mit 100 %-Zöllen wegen Einführung der Digitalsteuer.  Fazit: Die geopolitischen und geowirtschaftlichen Risiken bleiben markant. Entsprechend wird Nervosität in der Realwirtschaft und an Märkten weiter anhalten. Vor diesem Hintergrund ist ein nachhaltiger Lastwechsel in Richtung verstärkten globalen Wachstums unwahrscheinlich, eine Verstetigung auf dem aktuellen Niveau jedoch möglich.

Trotz der Entspannung an der Inflationsfront im Juni ist die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung nicht in Stein gemeißelt. Sie hängt von der weiteren geopolitischen Lage ab. Entsprechend werden Zentralbanken nicht zeitnah auf diese geringere Inflationstendenz reagieren. Zudem belasten im IT- und KI-Sektor Engpässe bei diversen IT-Gütern, deren Preise explodierten und teilweise weiter dynamisch zunehmen. Ergo ergeben sich neue potentielle Inflationsfelder.

Die USA sind und bleiben die Wirtschaftslokomotive unter den großen westlichen Wirtschaftsnationen. Trumps Reformen vergrößern den Standortvorteil der USA. Die von Trump im letzten Jahr eingesammelten Investitionen und Geschäftsvolumina vergrößern den Abstand zu den anderen westlichen Nationen. Zudem ist das Machtsubstrat in den elementaren Feldern, IT, KI, Energie und Militär gegenüber den westlichen „Freunden“ größer denn je und garantiert den USA faktisch ein hohes Durchsetzungsvermögen.

Das US-Wachstum stellte sich per 1. Quartal 2026 auf 2,1 % in der auf das Jahr hochgerechneten Fassung und überraschte positiv. Die Industrieproduktion stieg im Jahresvergleich per Mai um 1,67 % nach 1,37 % per April. Die Einzelhandelsumsätze verzeichneten per Mai einen Anstieg um 6,88% nach zuvor 4,79 %. Die lange Zeit in Rezession befindliche US-Immobilienwirtschaft bleibt im Krisenmodus. Der NAHB Housing Market Index stand per Juni 2026 mit 35 Punkten weiter im kontraktiven Bereich.

Deutschland und Frankreich waren mangels umfassender Reformpolitik im 2. Quartal 2026 Belastungsfaktoren in der Eurozone. In Frankreich bleibt die Situation kritisch, da die Minderheitsregierung keine Möglichkeiten hat, nachhaltige Reformpolitik zu etablieren.

Die deutsche Regierung bewegte sich im 2. Quartal 2026 im Feld der Reformankündigungen, ohne bis Ende Juni belastbare Inhalte zu produzieren, und hat laut Meinungsumfragen das Vertrauen der Bevölkerung, aber auch großer Teile der Wirtschaft verloren. Die ehemaligen Problemländer, allen voran Spanien, Portugal und Griechenland, sind dank der Reformen die Stabilisatoren der Eurozone. Das Risiko, dass Deutschland und Frankreich die EU und Eurozone im relativen Vergleich zu anderen Wirtschaftsräumen im 3. Quartal 2026 nach unten ziehen, ist virulent. Fehlende Konkurrenzfähigkeit Deutschlands und die Strukturkrise Frankreichs sind die belastenden Merkmale. Kontinentaleuropa (ex Schweiz) wird Verlierer innerhalb des Westens bleiben.

Indien liefert trotz der belastenden Folgen des Irankriegs unverändert in Asien die stärksten Datensätze und hält an einem ambivalenten Kurs zwischen Westen und Globalem Süden fest. Die Grundausrichtung der Regierung Chinas stabilisiert den Ausblick im Hinblick auf die exogenen Herausforderungen. Jüngste Datensätze, ob Sentiment-Indikatoren (PMIs) oder harte Daten wie Industrieproduktion, Unternehmensgewinne zeigten positive Tendenzen oder waren zumindest widerstandsfähig. Ausreißer waren enttäuschende Einzelhandelsdaten. 

Zinssenkungen zur Stimulanz sind im Hinblick auf den hohen positiven Realzins möglich (1,8 %). Die Daten Chinas sollten vor diesem Hintergrund weiter von Stabilität mit positivem Grundton geprägt sein.

Die in die Zukunft gerichteten Wirtschaftsdaten deuten in Richtung einer gedämpften, heterogeneren, aber positiven Grunddynamik der Weltkonjunktur.

Der Einkaufsmanagerindex (Juni) signalisiert in dem Sektor des Verarbeitenden Gewerbes für die USA mit 53,9 Punkten (S&P Index) ausgeprägte Expansion. In Japan fällt sie laut Index mit 54,8 Zählern noch stärker aus. Im UK ergeben sich solide 52,6 Punkte. Weniger Dynamik deutet der PMI der Eurozone mit 51,4 Punkten an. Deutschlands Index mit 50,3 Zählern (Industrieproduktion -0,54 % im Jahresvergleich) ist wenig erbaulich.

Die aktuell verfügbaren Werte der Länder des Globalen Südens für diesen Sektor belegen für Indien mit 54,2 Zählern starke Expansion und für China mit 50,3 Punkten (Industrieproduktion im Jahresvergleich +4,5 %) überschaubares Wachstum. Russlands Index bringt es ebenso auf 50,3 Zähler. In Brasilien läuft es mit 50,8 Punkten besser.

Der Dienstleistungssektor bewegte sich im 2. Quartal 2026 laut Einkaufsmanagerindices in einer Gesamtbetrachtung ex Europa im Wachstumsmodus.

LandJuni 2026 DienstleistungenMärz 2026 Dienstleistungen
Eurozone48,950,2
Deutschland46,850,9
UK48,750,5
USA51,349,8
Japan51,853,4
Indien57,357,5
China (NBS Index)50,250,1
Russland48,249,5
Brasilien50,4 (Mai)50,1
Tabelle 2: Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungssektors im Vergleich; ©Netfonds

Am Rentenmarkt zeichnen sich trotz zumeist überschaubarer Renditerückgänge weiter Risiken ab, die zukünftig systemische Relevanz entwickeln können. Das gilt insbesondere für die Länder mit hoher Staatsverschuldung und unausgeprägter Reformfähigkeit als auch verfehlter Energiepolitik.

Nach vorne schauend werden bezüglich der Renditen heterogene Entwicklungen dominieren, die das inflationäre Bild, die Staatsdefizitsituation, die Reformfähigkeit und das konjunkturelle Erwartungsbild spiegeln.

Der Industrierohstoffsektor hatte auf die Weltwirtschaft und die Weltfinanzmärkte insbesondere bezüglich der Energiepreise entlastende Auswirkungen. Die Industriemetallpreise lieferten ein durchwachsenes Bild.

Im Sektor der Agrarrohstoffe gab es keine klare Richtung:  Weizen und Zucker waren wenig verändert, Kaffee legte um 9,8 % zu, Orangensaft verzeichnete einen Rückgang um 12,1 %, und der Kakaopreis stieg um gut 54 % nach dem Einbruch um -41,5 % im Quartal zuvor.   

Sowohl die Entwicklung der Weltwirtschaft als auch die der Finanzmärkte hängt mehr denn je an der internationalen Politik. Der entscheidende Katalysator für die Zukunft ist die Frage, wie es in den Konflikten hinsichtlich Iran und Ukraine weiter geht.

Im relativen Vergleich stehen die USA, China, aber auch ansatzweise Japan, Indien und Russland bezüglich der Themen Energie, Teilnahme an der 4. Industriellen Revolution, Autarkie, Rahmendaten und direkte als auch indirekte Folgen des Irankriegs am besten da. Westeuropas Energieabhängigkeit und das hiesige Energiepreisniveau als auch die Reformschwäche Frankreichs und Deutschlands gekoppelt mit langjähriger Politik gegen und nicht für die Wirtschaft machen Kontinentaleuropa fortgesetzt vulnerabel, auch weil eine angemessene Teilhabe an der 4. Industriellen Revolution nicht gewährleistet ist.

Der Finanzmarkt und die Wirtschaft

An den Finanzmärkten ergaben sich im Frühjahrsquartal 2026 starke Neubewertungen. Der Abverkauf an den Aktienmärkten wegen des Irankriegs endete zum Abschluss des 1. Quartals 2026. Im 2. Quartal 2026 setzte eine Gegenbewegung unter Schwankungen ein, die von Erwartungen getrieben war und ist, dass eine Friedenslösung im Irankrieg ansteht und die Straße von Hormus dauerhaft frei sein wird, um die Versorgungslage der Welt zu gewährleisten. Zusätzlich unterstützten Unternehmensnachrichten, die weit überwiegend positiv geprägt waren.

Dagegen zeigten sich die Rentenmärkte weniger zuversichtlich. Höchstrenditen wurden zur Mitte des 2. Quartals 2026 im Mai verzeichnet. Erst dann setzte eine deutliche Beruhigung ein.

Der US-Dollar konnte ab Mitte April an den Devisenmärkten zulegen. Ab diesem Zeitpunkt kamen Gold und Silber unter Abgabedruck. Bei Bitcoin setzt der Verkaufsdruck Mitte des Quartals ein. Die globale Konjunkturlage kühlte sich ab, war aber dennoch widerstandsfähig. Auffällig ist eine größere Heterogenität der Wirtschaftsentwicklungen in den unterschiedlichen Regionen, je nach Betroffenheit durch geopolitische Krisen und aktive Wirtschaftspolitik vor Ort.

Aktienmärkte: Ein starkes Quartal!

Das Frühjahrsquartal war an den Aktienmärkten von Stärke geprägt. Die Märkte mit hohem Tech-Anteil profitierten allen anderen voran. So wurden neue historische Höchstmarken am japanischen und südkoreanischen Aktienmarkt erreicht. Gleiches gilt für den S&P 500 und den Nasdaq 100, aber auch den MSCI-World.

Der MSCI-World Index verzeichnete im Quartalsvergleich ein Plus in Höhe von 13,32 %. US-Märkte setzten starke positive Akzente, allen voran der US-Tech 100 mit 27,30 %. Der S&P 500 nahm um 14,64 % zu. Europa konnte bei dem Tempo und den Strukturnachteilen bezüglich der Tech-Branche nicht mithalten. Der DAX stieg um 10,21 %. Der EuroStoxx 50 legte um 11,94 % zu. Der Nikkei Index Japans stellte aber selbst den US-Tech-Sektor mit einem Anstieg in Höhe von 37,21 % in den Schatten. Aktive Wirtschaftspolitik Japans und massive Investitionen in Zukunftstechnologien wirkten unterstützend.  Chinas CSI Index performte mit 12,01 %. Der indische Sensex Index generierte 6,53 %.  Aus der Reihe fiel der HangSeng-Index (Hongkong) mit -7,62 %.

Index30.06.202631.03.2026Veränderung
MSCI World4825,504.258,31+ 13,32 %
DAX (Xetra)24.995,8122.680,04+ 10,21 %
EuroStoxx 506.327,525.652,78+11,94 %
S&P 5007.484,336.528,52+14,64 %
US Tech 10030.220,8623.740,19+27,30 %
Nikkei Index70.062,3251.063,72+37,21 %
CSI Index4.984,624.450,05+12,01 %
HangSeng Index22.900,0724.788,14– 7,62 %
Sensex Index76.647,8071.947,55+ 6,53 %
Tabelle 3: Vergleich der Aktienmärkte auf Quartalssicht; ©Netfonds

Das Thema Tech zeigte in diesem Jahr ausgeprägte Volatilität, die sich immer wieder ultimativ in höheren Kursen niederschlägt. Die Realwirtschaft sieht sich immer stärker gezwungen, technisch aufzurüsten, um einerseits Produktivität und Erträge zu erhöhen, aber auch um die Existenz zu sichern. Entsprechend steigt der Bedarf nach Hard- und Software. Die Verwerfungen bei den Zinserwartungen, die in Folge des Irankriegs Raum griffen, sind in Teilen neutralisiert. Zinserhöhungserwartungen sind deutlich reduziert. Das wirkte in der zweiten Quartalshälfte unterstützend. Die Eintrübung des Konjunkturbilds war bisher unausgeprägter als zunächst an den Märkten unterstellt.

Das Risiko der fehlenden Energieversorgungssicherheit ist weiter real, aber wird an den Märkten weniger stark diskontiert. Für das Sommerquartal liegt der Fokus auf der weiteren Entwicklung des Irankriegs. Entspannung forciert Chancen, Verspannung dagegen Abwärtspotential an den Aktienmärkten. Volatilität wird uns auch im 3. Quartal 2026 begleiten, denn die Berechenbarkeit des US-Präsidenten ist nicht gewährleistet.

Rentenmärkte: Nach markanten Anstieg der Renditen beachtliche Beruhigung

Die Rentenmärkte lieferten im 2. Quartal 2026 zunächst bis zur Mitte des Quartals starke Renditeanstiege, die beispielsweise zu den höchsten Renditen in Japan seit 1997, in dem UK seit 2008 und in Frankreich und Deutschland seit 2011führten. Im Hinblick auf die hohen Staatsverschuldungen ergab sich eine kritische Konstellation.

LänderStaatsverschuldung 2026Staatsverschuldung 2000
Frankreich (keine Reformen)118,4 %58,9 %
UK (Neuausrichtungen)103,6 %29,5 %
Deutschland (Reformen?)64,6 %59,0 %
Japan (partiell Reformen)204,4 %136 %
USA (Reformen)125,853,2 %

Im weiteren Verlauf des Quartals wurden dann die Anstiege der Renditen nicht nur neutralisiert, sondern es kam im UK, in Frankreich und Deutschland als auch China zu Renditeständen unterhalb der Renditen per Ende des 1. Quartals 2026.

Begründen lässt sich die Entspannung mit den Erwartungen auf geopolitische Entspannung im Irankonflikt und damit einhergehend geringeren Inflations- als auch Zinssorgen. Zudem ergeben sich für die Länder, die sich reformieren und der 4. Industriellen Revolution stellen, Chancen, die Staatshaushalte perspektivisch stabiler zu gestalten. Es gilt weniger für die Länder, die sich den Reformherausforderungen und der 4. Industriellen Revolution nicht stellen.

Die Akzeptanz der westlichen Anleihemärkte nimmt im Globalen Süden grundsätzlich ab. Die Finanzmittel werden selbst vor Ort benötigt und der hybride Krieg gegen Länder des Globalen Südens seitens des Westens mit Sanktionen und Zöllen, die nicht WTO-rechtskonform sind, untergräbt das Vertrauen in unsere Märkte. Das verschärft das Finanzierungsproblem insbesondere problembehafteter Länder im Westen.

Bei Wiederaufflammen des Irankriegs oder Ausweitung des Ukrainekriegs droht Ungemach an den Rentenmärkten. Für Länder mit hoher Staatsverschuldung und Reformunfähigkeit stellten sich dann systemische Fragen, die von den Finanzmärkten bisher nicht diskontiert wurden. Insbesondere Länder der Eurozone (Frankreich im Fokus) laufen erhöhte Gefahren, da die Eurozone kein homogener politischer Raum vergleichbar mit den USA ist.

Rendite 31.03.2026Rendite 30.06.2026Höchstrendite im 2. Quartal 2026
10 jährige US-Staatsanleihen4,32 %4,46 %4,69 % (19. Mai)
10 jährige Bundesanleihen3,01 %2,92 %3,20 % (19. Mai)
10 jährige Staatsanleihen Frankreich3,72 %3,65 %3,99 % (19. Mai)
10 jährige britische Gilts4,92 %4,76 %5,19 % (19. Mai)
10 jährige Staatsanleihen Japan2,35 %2,69 %2,80 % (19. Mai)
Tabelle 4: Vergleich der Rendite-Entwicklungen an den Rentenmärkten; ©Netfonds

Devisenmärkte: Der USD feiert ein „Comeback“ – Gold, Silber und Bitcoin verlieren

Der Euro konnte im 2. Quartal 2026 die vorherige Stärke gegenüber dem USD nur bis Mitte April verteidigen. Im weiteren Verlauf des Quartals feierte der USD ein „Comeback“. Der Euro gab ab dem 15. April von gut 1,18 auf bis unter 1,1350 nach, um sich dann leicht zu erholen. Im Quartalsvergleich kam es zu einem Anstieg des USD gegenüber dem Euro um 1,16 %. Trotz der Verluste ist der Euro gegenüber dem USD weiter ob der Konjunkturschwäche, der Strukturdefizite, mangelnder Reformpolitik als auch Energierisiken und Teilhaberisiken an der 4. Industriellen Revolution hoch bewertet.

Die erodierende Akzeptanz des USD wegen des Risikos von Sanktionsregimen und der „Gutsherrenart“ und Unberechenbarkeit der US-Außenpolitik bleibt für den USD ein Malus. Diese Belastung stand im 2. Quartal 2026 jedoch weniger im Fokus.

Gegenüber dem JPY, CHF und GBP waren die Veränderungen des EUR im Quartalsvergleich mit 1 % – 1,5 % wenig signifikant. Silber (-22,13 %) und Gold (-14,17 %) waren im 2. Quartal 2026 die Verlierer im Quartalsvergleich gegenüber dem USD. Gewinnmitnahmen und Umschichtungen in Richtung Aktienmarkt waren neben negativer Markttechnik entscheidende Treiber dieser Bewertungen. Bitcoin gab im 2. Quartal 2026 wie bereits in den beiden Vorquartalen deutlich nach (-14,17%). Bitcoin ist keine „Quasi-Währung“, sondern als Krypto-Anlage eine Anlageklasse. Die Funktionalität, als nicht korrelierte Anlageklasse in Krisenzeiten relative Stabilität zu gewährleisten, war in den letzten neun Monaten nicht gegeben. 

30.06.202631.03.2026Veränderung
EUR-USD1,14201,1554– 1,16 %
EUR-JPY185,64183,42+ 1,21 %
EUR-CHF0,92280,9320– 0,99%
EUR-GBP0,86100,8735– 1,43 %
Bitcoin-USD58.54768.216-14,17 %
Gold USD4.007,424.669,13-14,17 %
Silber USD58,5175,14-22,13 %
Tabelle 5: Devisenkursentwicklungen; ©Netfonds

Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Netfonds AG

Allgemein:

Im 1. Quartal 2026 haben die Märkte sehr unterschiedlich performt. Zu Beginn des Jahres stiegen die Märkte erst an, im Laufe des Januars kam es aber schon zu vermehrten Schwankungen. Dabei gaben Aktien aus dem Tech-Bereich schon vor dem Iran-Krieg einen Teil ihrer Gewinne wieder ab, da die Situation um KI (künstliche Intelligenz) neu bewertet wurde. So wurden die Gewinner aus dem letzten Jahr teilweise stark abgestraft während Aktien die bisher nicht mit dem Bereich in Verbindung gebracht wurden, davon profitierten.

Gleichzeitig traf der Ausbruch des Iran-Krieges die europäischen Aktien stark, da Europa von billigen Energieimporten abhängig ist. So schwankte der Dax deutlich mehr als z. B. amerikanische Vergleichsindizes, was aufgrund der Zusammensetzung auch nicht verwundert. Die Auswirkungen durch höhere Preise bei der Energie bzw. das Problem der Versorgung durch die Straße von Hormus wird uns noch eine Weile begleiten.

Bis Ende März hatten die Märkte ihren diesjährigen Tiefpunkt (bis jetzt) erreicht. Da niemand vernünftig prognostizieren kann wie es im Iran und der Straße von Hormus weitergeht, werden wahrscheinlich noch weitere Überraschungen auf uns warten.

Doch genau in solchen Szenarien kann wealthframe seine Stärken ausspielen. Wir bleiben investiert, können nur bis zur Absicherung fallen und haben durch die dauerhafte Investitionsquote auch immer eine entsprechende Partizipation an den Märkten sobald es wieder aufwärts geht.

wealthframe – classic:

Innerhalb der Strategie haben wir im vergangenen Quartal im Februar erst die Aktienkomponente etwas erhöht, in dem wir den aggressiveren der beiden Aktienfonds etwas stärker gewichtet hatten, da wir von einem „schnellen“ Ende des Kriegs im Iran ausgingen. Die weiteren Entwicklungen zeigten aber, dass die Auswirkungen und Folgen des Krieges uns noch länger beschäftigen werden. Deshalb wurde im März der aggressivere der beiden Aktienfonds wieder etwas reduziert und dafür der konservativere der beiden Aktienfonds wieder stärker gewichtet.

Die Strategie hat im ersten Quartal 2026 eine Performance von -3,07 % erzielt, konnte im April aber schon wieder über 2 % zulegen.

wealthframe – risk on:

Innerhalb der Strategie haben wir im vergangenen Quartal im Februar erst die Aktienkomponente etwas erhöht, in dem wir den aggressiveren der drei Aktienfonds etwas stärker gewichtet hatten, da wir von einem „schnellen“ Ende des Kriegs im Iran ausgingen.

Da sich die Realität anders entwickelte, haben wir im März weitreichendere Änderungen vorgenommen. So wurde ein Teil der europäischen Aktien zu Gunsten der neuen Position in japanische Aktien umgeschichtet. Des weiteren wurde der aggressivere der Aktienfonds etwas reduziert und der Erlös in den konservativsten der drei Aktienfonds gesteckt. Außerdem wurde unsere alternative Komponente etwas erhöht und damit das Risiko gesenkt.

Die Strategie hat im ersten Quartal 2026 eine Performance von -3,70 % erzielt, konnte im April aber schon wieder die Verluste hinter sich lassen und stieg über den Anfangspreis des Jahres.

Allgemein:

Im 3. Quartal war es relativ ruhig an den Börsen und das bekannte Sommerloch ließ nur geringere Schwankungen zu. Die Märkte bewegten sich im Juli und August sehr unterschiedlich. Während in Europa die Märkte eher nachgaben, konnte diese in den USA jedoch zulegen.

Getragen wurde der Aufschwung in den USA von den Erwartungen an die künstliche Intelligenz (KI) und den damit verbunden Chancen.  Einzelne Unternehmen gaben Kooperationen im 3-stelligen Milliardenbereich an und investieren weiter ungebremst in Rechenzentren und weitere KI-Infrastruktur. Da Europa eher industriell geprägt ist, findet dieser Aufschwung eher in anderen Teilen der Welt statt. Es wird zwar auch in Europa in KI und die Zukunft investiert, jedoch in deutlich geringerem Umfang als es die USA bisher verkündet haben.

Außer Acht wird aktuell die Entwicklung der Wirtschaft gelassen. Die erwarteten Gewinne durch die KI sind noch nicht so monetarisiert, wie es die Börsenkurse vermuten lassen. Ungewiss ist auch, ob die Investitionen sich so schnell amortisieren wie es die Investoren planen, da sich die Firmen mit einer Ausweisung der KI-Gewinne bedeckt halten.

Das Thema wird uns sicherlich noch eine Weile beschäftigen, bis man hier eine klare Antwort geben kann.

Die Wirtschaft in Europa kämpft weiterhin mit einer gefühlten Desindustrialisierung und dem Verlust von gut bezahlten Arbeitsplätzen zu Gunsten von Jobs in der Dienstleistungsbranche. Die Gründe hierfür sind hinlänglich bekannt, als Beispiel: Bürokratie, schwere Rahmenbedingungen, hohe Energiepreise und Überregulierung.

Die Staaten gehen die Probleme an. Unter dem Aspekt der hohen Staatsverschuldung weltweit, ist aber die Frage der Antwortmöglichkeiten begrenzt.

wealthframe:

Unsere Strategie wealthframe hat im abgelaufenen Quartal sehr gut performt und konnte einen Wertzuwachs von 5,73 % erzielen und somit seit Jahresbeginn um über 12,12 % zulegen.

Im zurück liegenden Quartal haben wir innerhalb der Strategie die Aktienquote erhöht zu Lasten der Renten und des Geldmarkts. Dadurch konnten wir die Anstiege des Marktes sehr gut mitnehmen und einen deutlichen Wertzuwachs erzielen.

Kürzere unruhige Zeiten blieben im Sommer aus, so dass auch zwischenzeitliche kurze Korrekturen des Marktes an der Strategie „abgeperlt“ sind.

Allgemein:

Im 2. Quartal wurden die ersten Schocks durch die Ankündigungen der gewünschten Zölle der USA verarbeitet und hinterließen zu Beginn noch starke Spuren. Im Laufe des Quartals nahmen die Bedenken hinsichtlich der Zölle ab und die Märkte erholten sich. Man erhoffte sich, dass es am Ende nicht zu so hohen Zöllen kommt. Durch zwischenzeitliche Gespräche der Staaten untereinander wurde die Hoffnung nach einem „vernünftigen“ Ausgang des Streits weiter gestärkt.

Die Wirtschaft versuchte gegenzusteuern, was aber nur bedingt möglich war, da noch nicht bekannt war, welches Land wieviel Zoll bezahlen soll. Durch diese Unsicherheit im Markt wurden Investitionsvorhaben zurückgestellt und die Wirtschaft konnte/kann nicht planen. Unsicherheit ist für die Märkte schlimmer als schlechte Nachrichten. Diese wird zunehmend abnehmen, aber die Märkte sicher noch eine Weile beschäftigen.

Die Zahlen der Unternehmen waren nur bedingt beeinflusst, wobei sich die Unsicherheit der letzten Monate wahrscheinlich im Jahresergebnis niederschlagen wird.

wealthframe:

Unsere Strategie konnte sich im letzten Quartal sehr gut entwickeln und hat über 11,4 % im Quartal zugelegt. Durch die kurzzeitigen Rückgänge erreichen wir somit eine Halbjahresperformance 6,30 %.

Die Strategie hat im vorherigen Quartal bis zu den Absicherungen geschwankt und im darauf folgenden Aufschwung nicht nur den Rückgang ausgeglichen sondern zusätzlich Rendite generiert.

Die größten Renditebeiträge konnten dabei unsere alternativen Anlagen sowie die Aktienkomponente liefern. Die erhöhte Volatilität ist für unsere Strategie immer von Vorteil, da wir einen Teil der gestiegenen Volatilität für uns nutzen können.

Zu Beginn des Quartals haben wir die Aktienquote etwas gesenkt, um die Risiken zu begrenzen. Gleichzeitig wurden dafür die Renten erhöht. Nachdem der Markt sich etwas erholt hatte, wurde die Aktienquote wieder angehoben und ein Teil der Renten abgebaut.

Innerhalb der Strategie haben wir im letzten Quartal unsere Absicherungen nachgezogen, so dass sich unser Rückschlagpotential deutlich gesenkt hat.

Wealthframe hat damit nicht nur die Verluste begrenzt sondern auch die entsprechenden Renditen geliefert.

Allgemein:

Das neue Jahr begann mit etwas Unruhe, dennoch konnten viele Märkte und auch wealthframe neue Höchststände erreichen. Gegen Mitte Februar kippte jedoch die Stimmung an den Märkten und es begann eine Korrektur. Der Stimmungswechsel wurde durch die Zoll-Pläne der USA ausgelöst und den damit verbundenen Unsicherheiten. Die Staaten und Unternehmen begannen umgehend Verhandlungen mit Präsident Trump. Der Ausgang der Verhandlungen wird sich noch weiter hinziehen, so dass die Unsicherheit an den Märkten wahrscheinlich weiter bestehen bleibt. Unternehmen und Staaten reagieren auf die gestellten Forderungen höchst unterschiedlich, während einige die Nähe zur USA suchen, versuchen sich andere immer weiter abzukoppeln. Aber egal wie die Verhandlungen ausgehen, sie werden der Weltwirtschaft keinen Schub bringen sondern das Wirtschaftswachstum erst einmal belasten.

Da aktuell vieles noch im Ungewissen liegt, wird die Zeit der höheren Volatilität an den Märkten wahrscheinlich noch anhalten.

Strategie:

Innerhalb der Strategie haben wir mehrere Anpassungen im Laufe des Quartals vorgenommen. Im Februar wurde erst der Geldmarkt reduziert zu Gunsten der Aktienquote. Als sich die Märkte drehten wurden unsere Absicherungen teilweise aktiviert. Dies führte dazu, daß ein Teil der Aktienkomponente keine größeren Schwankungen nach unten mehr zu befürchten hatte und wir die Anstiege nach oben sehr gut mitnehmen konnten. Zusätzlich konnte unsere alternative Komponente ihre Stärken in dem Marktumfeld ausspielen und stieg entsprechend an, was zu einer Reduktion der Verluste innerhalb der Aktienkomponente sorgte. Der Renten- und Geldmarkt konnte positive Renditen beisteuern.

Wir sind weiterhin so aufgestellt, daß wir Verluste nur bis zu einem gewissen Punkt mitnehmen, aber an den Anstiegen partizipieren können. Damit wir weiterhin kalkulierbare Renditen bei kalkulierbaren Risiken liefern.

Allgemein:

Im letzten Quartal haben sich die Märkte weiterhin gut entwickelt und konnten weiter zulegen. Speziell der Bereich Technologie wuchs besonders stark. Gegen Ende des Quartals stiegen allerdings die Befürchtungen des Marktes an. Es werden aktuell Unsummen für die Künstliche Intelligenz (KI) investiert, jedoch lässt eine Monetarisierung weiter auf sich warten, um die enormen Investitionssummen in KI zu rechtfertigen. Gleichfalls hält sich die Inflation hartnäckig und wird uns alle wohl noch weiter beschäftigen. Dadurch wird es wahrscheinlich zu weniger Zinssenkungen im Jahr 2025 kommen, was die Aktienwerte negativ beeinflusste. Der Anstieg des Marktes wurde bisher von den Zinssenkungsfantasien getragen, aufgrund der jetzt weniger erwarteten Zinssenkungen kann es deshalb auch zu Überraschungen kommen.

wealthframe:

Im 4. Quartal konnte unsere Strategie wealthframe erneut zulegen und neue Höchststände erreichen. Insgesamt konnten wir im letzten Quartal 6,18 % Rendite generieren und damit im Gesamtjahr um 17,45 % zulegen. Wir haben zu Beginn des Quartales die Aktienquote etwas reduziert, um Gewinne mitzunehmen und gleichfalls die Strategie vor unvorhersehbaren Ereignissen stabiler zu gestalten. Dadurch wurde die Rentenposition aufgestockt. Am Ende des Quartales haben wir dann zusätzlich die Rentenquote gesenkt und die Geldmarktposition aufgestockt. Dadurch konnten wir uns dem Dilemma der Notenbanken (Zinsen senken oder nicht) etwas entziehen.

Im Gesamtjahr konnten alle Teilbereiche der Strategie Gewinne verbuchen und trugen somit zum Gesamterfolg bei. Unsere Aktienkomponente konnte dabei den größten Gewinnbeitrag beisteuern.

Allgemein:

Im letzten Quartal haben sich die Märkte unruhig entwickelt. Es kamen Sorgen über das Wachstum und künstliche Intelligenz (KI) auf. Man rechnet nicht mit einer schnellen Amortisierung der anfallenden Kosten für KI. Daraufhin brachen die Märkte kurzfristig ein, einzelne Aktien notierten mit Abschlägen von über 30 %. Die Märkte haben sich seitdem erholt und stabilisiert, dennoch zeigt sich deutlich wie schnell der Markt sich in eine andere Richtung bewegen kann und die Börse keine Einbahnstrasse ist.

Genauere Informationen zum Marktgeschehen finden Sie unter Link Marktbericht.

wealthframe:

Innerhalb der Strategie konnten wir im letzten Quartal einen neuen Höchststand erreichen. Die Strategie konnte im letzten Quartal um 2,84 % zulegen und damit seit Jahresanfang insgesamt um 11,04 %.

Als der Einbruch Ende Juli / Anfang August den Tech-Bereich stark traf, war unsere Aktienkomponente sehr nah an der Totalabsicherung. Dies nutzten wir, um die Aktien in diesem Bereich weiter aufzustocken. Dafür wurde die Position in Renten reduziert und die Position Geldmarkt komplett aufgelöst. Damit erhielten wir ein stärkeres Potential bei gleichem Risiko, so daß wir einen neuen Höchststand erreichen konnten, bevor der Markt seinen alten Höchststand erreichen konnte, dem er immer noch hinterher jagt.

Unsere Absicherungen haben wieder gegriffen und wir konnten auch an dem folgenden Aufschwung partizipieren. Somit halten wir weiterhin unser Versprechen von kalkulierbaren Renditen bei begrenztem Risiko.

Allgemein:

Unsere Strategie wealthframe konnte sich im abgelaufenen Quartal sehr gut behaupten und hat das Jahr fast auf dem Allzeithoch abgeschlossen. Am 27.12.2023 konnten wir unseren neuen Höchststand erreichen.

Das letzte Quartal begann zu erst mit einem deutlichen Rückgang der Aktien- und Rentenmärkte bevor gegen Ende Oktober eine Aufwärtsbewegung einsetzte, die bis zum Jahresende anhielt. Wir haben darauf reagiert und die Rentenquote der Strategie etwas erhöht zu lasten der Geldmarktkomponente. Im Laufe des Quartales zogen die Aktien- und Rentenmärkte wieder deutlich an und wir konnten davon sehr gut profitieren.

Insgesamt hat die Strategie im letzten Quartal um 4,61 % und auf Jahressicht 9,62 % zulegen können. Damit konnten wir deutlich besser als viele miliardenschwere Vermögensverwaltungsfonds zulegen und dies bei gleichzeitig erhöhter Sicherheit aufgrund unserer eingebauten Absicherungen. (sh. Vergleich)

Fazit:

Die Strategie lieferte genau das was wir von ihr erwarten: verlässliche Renditen bei kalkulierbarem Risiko

Wettbewerbsvergleich